Aktueller Trend: Geometrische Figuren als Mode Kunst

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Die Liebe zu geometrischen Figuren bereits im Altertum

Schon knapp 3000 Jahre vor unserer Zeit war die Geometrie eng mit der damaligen Kunst verflochten. Beliebt waren Geometrien vor allem als Bemalung von Behältern, zum Beispiel aus Keramik. Bekannt sind die seinerzeit typischen Mäanderbänder in Form geometrischer Ornamente. Aber auch als Teil der Mathematik wurde die Geometrie schon verstanden.

Am bekanntesten dürfte der "Satz des Pythagoras" sein, der schon vor 1500 Jahren von einem Grundverständnis eines rechtwinkligen Dreiecks zeugte. Auch die euklidische Geometrie, besser bekannt als Geometrie des Zwei- oder Dreidimensionalen, definierte stolze 2000 Jahre lang bereits die Grundbegriffe von beispielsweise Linien, Punkten, Ebenen, Winkeln und Parallelen.

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Geometrische Tiere

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Geometrie in der Neuzeit

Die moderne Geometrie spielt heute in praktisch allen Bereichen unseres Lebens eine entscheidende Rolle. Während dem einen oder anderen zum Beispiel noch die Algebraische Geometrie aus der Schulzeit bekannt sein dürfte, beschäftigen sich PC-Anwender im heutigen Informationszeitalter vor allem mit der Algorithmischen Geometrie.

Heutzutage sind moderne Prozessoren in der Lage, Grafiken auf Bildschirmen derart hoch aufzulösen, dass einzelne Punkte mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar sind. In den 1980er-Jahren sah die digitale Welt noch anders aus: Pixelige und kantige Bilder, uns vor allem noch als "Pac-Man" bekannt, machten jegliche Rundung zu einer Herausforderung. Leicht ließen sich in jedem Bild Geometrien erkennen; in der Regel als Polygon in Form von Drei- und Rechtecken sowie Quadraten.

Heute finden sich auf modernen Bildschirmen nur noch Geometrien wieder, die auch gewollt sind. Dreiecke und andere geometrische Formen als Konsequenz auflösungsschwacher Technik gehören der jüngeren IV-Vergangenheit an.

Aber genau an dieser Stelle knüpft ein moderner Trend an: Während früher unsere Grafiken zwangsläufig geometrische Formen sichtbar aufbauten, gilt diese Art der Grafik heute als völlig veraltet und ist auf unseren Bildschirmen nicht wünschenswert und auch gar nicht mehr vorstellbar. Zumindest in der analogen Welt aber ändert sich diese Einstellung zunehmend. Klassischer Druck von Motiven aus deutlich sichtbaren Geometrien auf Stoff und Papier haben vor einiger Zeit einen neuen Trend eingeleitet.

Aktueller Trend: Low Poly Stil

Hinter diesem Begriff verbirgt sich nichts weiter als eine niedrig verarbeitete Auflösung einer Grafik. "Poly" ist hier eine Abkürzung für Polygon, also eine geometrische Form wie ein Dreieck oder ein anderes Vieleck. "Low" steht hier für eine schwache Auflösung dieser Geometrien, also große Polygone. Dieser Stil steht danach für Bilder, die mit voller Absicht schwach aufgelöst sind, in denen demzufolge stämtliche Vielecke erkannt werden können und auch sollen.

In der Regel handelt es sich dabei vor allem um Dreiecke, da sich mittels dieser mit einer relativ geringen Anzahl von Formen ein recht detailgetreues Bild darstellen lässt. Minimalismus ist hier oberstes Gebot, und genau das ist es, was viele Menschen von heute begeistert. Realisiert wird diese Art der Darstellung durch das sogenannte Meshing-Verfahren, in dem ein je nach Detailtiefe festzulegender Algorithmus das Bild in ein Gitterraster unterteilt, es also vereinfacht herausgibt. Je größer dabei die Vielecke, desto stärker die Vereinfachung. Verbreitet sind diese Motive (am häufigsten von geometrischen Tieren) vor allem als Druck auf Kleidungsstücke wie T-Shirts, auf Tassen oder als Poster für die Wand.

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Anwendung der Geometrie in der Kunst

Während Low Poly in der digitalen Welt mit ihren Hochleistungsprozessoren keine Rolle mehr spielt, hat vor einiger Zeit die Kunst diese Darstellungsart für sich entdeckt, bekannt auch unter dem Begriff "Polygon Art".

Vor allem der Minimalismus spielt in der heutigen Überflussgesellschaft eine primäre Rolle für diese Kunstrichtung. Immerhin lassen sich mit einfachen Geometrien und entsprechender Einfärbung bemerkenswert realistische Bilder erzeugen. Sehr grobe Auflösungen (also große geometrische Figuren) ermöglichen die Kunstrichtung der Farbfeldmalereien, auch Color Field Painting genannt. Diese Farbflächenmalerei wird überwiegend für größere Motive verwendet.

Natürlich findet auch die abstrakte Kunst in der Polygon Art ihren Platz. Auch hier liegt der Vorteil geometrischer Figuren in der Flexibilität ihrer Größe. Hierbei ist Hard Edge ein beliebter geometrischer Stil, bei dem klare Kanten und abgegrenzte Einfärbungen das oft schablonenhafte Bild bestimmen, das sich dem Betrachter bei flüchtiger Inaugenscheinnahme als nichtdarstellendes Motiv zeigt.

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